Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Schwerbehinderung.
17.3.2012 von admin.
Will ein Stellenbewerber finanzielle Ansprüche wegen Diskriminierung geltend machen, ist Eile geboten. Dies lernte jetzt ein behinderte Stellenbewerber, der keine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch eines öffentlichen Arbeitgebers erhalten hatte. Solche Ansprüche müssen innerhalb von zwei Monaten geltend gemacht werden, urteilte jetzt das Bundesarbeitsgericht (Urt. v. 15.03.2012 - 8 AZR 160/11). Diese im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) festgelegte Frist sei wirksam und auch nach EU-Recht nicht zu beanstanden. Der schwerbehinderte Stellenbewerber scheiterte mit seiner Klage. Das Land hatte ihm am 02.09.2008 eine Absage erteilt, ohne ihn zum Vorstellungsgespräch einzuladen. Der Kläger fühlte sich wegen seiner Behinderung benachteiligt. Die unterlassene Einladung sei als Indiz für eine Diskriminierung anzusehen (§ 22 AGG). Er forderte daher eine Entschädigungszahlung (§ 15 AGG). Das Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Schadenersatz, AGG, Diskriminierung, Schwerbehinderung, Anspruch | Keine Kommentare »
14.7.2011 von admin.
Eine Schwerbehinderung zu verschweigen, muss nicht den Job kosten. Zwar sollte man bei einer Bewerbung die Wahrheit sagen, aber was, wenn sich diese als Einstiegshürde erweist? Eine solche Frage hatte jetzt das Bundesarbeitsgericht (BAG) zu entscheiden. Eine Außendienstmitarbeiterin, die bei einem großen Softwareunternehmen arbeitete, hatte im Einstellungsbogen die Frage nach einer Schwerbehinderung verneint. Als ihr später die betriebsbedingte Kündigung angedroht und eine Abfindung angeboten wurde, informierte sie das Unternehmen über die anerkannte Schwerbehinderung. Das Unternehmen sah sich getäuscht und griff zur Möglichkeit der Anfechtung des Arbeitsvertrages wegen arglistiger Täuschung. Das BAG - wie auch die Vorgerichte - sah die Täuschung nicht Den Rest des Eintrags lesen »
Geschrieben in Schwerbehinderung | Keine Kommentare »