Archive for the ‘Mobbing’ Category

Zu dick – Bewerbung abgelehnt

Samstag, Dezember 6th, 2014

In einem Fall vor dem ArbG Darmstadt forderte eine abgelehnte Bewerberin 33.500 EUR Schadenersatz wegen Diskriminierung, Mobbing und Verletzung der Persönlichkeits-rechte. Sie hatte sich bei einer Patientenorganisation, einem gemeinnützigen Verein, beworben.

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€ 53.000 Schadenersatz wegen Mobbing

Donnerstag, Mai 2nd, 2013

Mit Urteil des Arbeitsgerichts Leipzig wurde einem Oberarzt ein Schmerzensgeld in Höhe von EUR 53.000,00 zugesprochen. Der Chefarzt einer Klinik hatte dem Ober-arzt verboten, weiterhin Operationen durchzuführen. Er begründete dies damit, dass die vom Oberarzt durchgeführten Operationen schlecht verlaufen seien. In der Folge sollte er deswegen nur noch in der Ausbildung tätig sein und der Chefarzt schlug dem Oberarzt vor, sich einen anderen Job zu suchen. Der Oberarzt fühlte sich ge-mobbt und verklagte das Krankenhaus auf Schadenersatz und Schmerzensgeld. Das (mehr …)

€ 900.000 wegen Mobbing ?

Mittwoch, März 27th, 2013

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat die Schmerzensgeldklage einer bei der Stadt Solingen beschäftigten Frau zurückgewiesen. Diese hatte wegen Mobbing eine Entschädigungssumme von rund 900.000 Euro gefordert. Das Gericht wertete den Vortrag der Klägerin jedoch nicht als systematisches Mobbing und folgte damit dem erstinstanzlichen Urteil. Die Klägerin hatte behauptet, durch ihre Vorgesetzten jahrelang schikaniert worden zu sein. So habe man ihr etwa Schulungen verweigert und sie mit einem Sonderauftrag an eine neun Kilometer weit entfernte Einsatzstelle “entsorgt”. Das Landesarbeitsgericht entschied, es handele sich um eine im Arbeitsleben übliche Konfliktsituation. Gleichzeitig brachte die Kammer in ihrer Urteilsbegründung zum Ausdruck, dass die Klägerin selbst keinen ausreichenden Beitrag geleistet (mehr …)

Mobbing meist durch den Chef

Freitag, Januar 4th, 2013

Wie das Berufsportal ‚Careerbuilder‘ berichtet, fühlen sich 52 % aller Arbeitnehmer regelmäßig von ihrem Chef gemobbt. Genannt werden Beispiele, wie: „Wird Ihnen regelmäßig die Schuld für Fehler in die Schuhe geschoben, die Sie gar nicht begangen haben? Das Lob für Ihre Arbeit heimsen immer andere ein und Sie müssen ständig Kritik vom Chef einstecken? Wenn Sie auf diese Art und Weise am Arbeitsplatz schikaniert werden, sind Sie nicht allein.“ So weit, so schlecht. Man möchte meinen, diese beinah täglichen Schikanen sind bereits als ‚Mobbing‘ anzusehen. Sicher, aber die Gerichte tun sich äußerst schwer damit, die (meist) ungerechte Behandlung oder alltägliche Konfliktsituationen schon tatsächlich als Mobbing-Fall anzuerkennen. Ein Beispiel aus einem Urteils-Text des Landesarbeitsgericht (LAG) Köln: „Auf Dauer ist es (mehr …)

Falsche Mobbingvorwürfe führen zur Kündigung

Freitag, August 10th, 2012

Wer sich gemobbt fühlt, darf sich Klärungsversuchen der Unternehmensleitung nicht entziehen. Greifen Arbeitnehmer stattdessen zu Drohungen oder heimlichen Gesprächsaufzeichnungen, müssen sie mit einer Kündigung rechnen, wie das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz mit einem am Montag, 6. August 2012, veröffentlichten Urteil entschied (Az.: 5 Sa 687/11). Auf „Notwehr“ können sie sich nicht ohne Weiteres berufen. Es wies damit die Klage einer Sekretärin ab. Sie war mehrfach mit Abteilungsleitern in Konflikt geraten, etwa über die Weitergabe von Telefongesprächen. Den Kollegen warf sie vor, eine „Pornoseite“ ins Internet eingestellt zu haben. Die Seite mit dem Titel „Girls“ zeigte ihr Porträtfoto. Nach dem Anklicken des Fotos erschien eine nackte Frau von hinten. An einem von der (mehr …)

30.000 Euro Schadenersatz – Wie viel Geld gibt es bei Mobbing?

Dienstag, Juni 19th, 2012

Auf der Suche nach Fällen, bei denen Mobbing zu einem Schmerzensgeld geführt hat, stößt man u.a. auf die Entscheidung des Arbeitsgericht Cottbus vom 08.07.2009 (Az.: 7 Ca 1960/08). Dorthatte das Gericht dem Betroffenen immerhin die Summe von EUR 30.000 zugesprochen. Was war geschehen? Der Arbeitnehmer war von seinem Arbeitgeber systematisch durch verschiedene Mobbinghandlungen über einen längeren Zeitraum zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gedrängt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Arbeitgeber eine schwere Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Arbeitnehmers durch fortgesetzte, aufeinander aufbauende schikanöse, benachteiligende und diskriminierende Maßnahmen gezielt bezweckte. So wurden Entscheidungen des gemobbten Arbeitnehmers hinter seinem (mehr …)

Konflikt oder schon Mobbing

Donnerstag, Januar 19th, 2012

Ob Konflikte am Arbeitsplatz schon Mobbing sein können, ist häufig Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Einem Urteil des Landesarbeitsgericht Hamm vom 19.01.2012 lag der Fall zu Grunde, der schon eine längere Vorgeschichte hat. Ein Oberarzt bewarb sich 2001 auf die Stelle des Chefarztes der neurochirurgischen Abteilung, leitete die Abteilung auch kommissarisch wurde aber nicht auf die Stelle versetzt. Man entschied sich für einen Bewerber von außen, der dann Vorgesetzter des Arztes wurde. Nun fühlte sich der Oberarzt von seinem neuen Chefarzt gemobbt und klagte gegen die . Klinik, damit der neue Chefarzt entlassen wird. Dies sah das Bundesarbeitsgericht in einem Grundsatzurteil allerdings anders und wies die Klage ab (Urteil vom 25.10.2007, AZ: 8 AZR 593/06). Zwar müsse ein Arbeitgeber die Mitarbeiter vor Mobbing schützen, dass der Mobber allerdings entlassen wird, könne nicht verlangt werden. (mehr …)