Kündigung erhalten – 3 Wochen Klagfrist beachten

Kündigungen durch den Arbeitgeber werden häufig noch vor Ende September ausgesprochen, um die (teils langen) Kündigungsfristen zu wahren. Für Arbeitnehmer ist wichtig, die Klagfrist von 3 Wochen zu beachten (eine im Rechtsleben eigentlich ungewöhnliche Dauer). Nur wer spätestens innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung diese vor einem Arbeitsgericht angreift, hat Chancen, noch eine Abfindung aushandeln zu können. Also selbst dann, wenn Gespräche über Aufhebungs- oder Abwicklungsverträge geführt werden, muss diese Frist beachtet werden. Verhandlungen „schieben“ die Frist nicht auf. Und entscheidend ist der „Zugang“ der Kündigung, die sich auch im Briefkasten befinden kann, den man evtl. erst am nächsten Tag leert.
Übrigens muss jede Kündigung schriftlich erfolgen. Mündliche Kündigungen sind nicht wirksam. Auch muss eine Kündigung von einem Verantwortlichen der Firma unterzeichnet sein, ein Vorgesetzter hat diese Kompetenz meist nicht. Gibt es hier Angriffspunkte, muss allerdings schnell reagiert und die Kündigungserklärung „unverzüglich“ (spätestens innerhalb von 3 Tagen) zurückgewiesen werden.

Scheuen Sie sich nicht, nach Erhalt einer Kündigung einen Rechtsanwalt aufzusuchen (natürlich am Besten einen Fachanwalt für Arbeitsrecht). Nichts zu unternehmen ist schlechter, als für eine einfache Beratungsgebühr (EUR 190 plus Mehrwertsteuer) wenigstens Gewissheit zu bekommen, ob sich ein Vorgehen gegen die Kündigung lohnt. Und außerdem kann ein Anwalt prüfen, ob evtl. noch Zahlungsansprüche bestehen und wie ein qualifiziertes Zeugnis auszusehen hat.

Fachanwalt für Arbeitsrecht Wolfgang Steen, Hamburg
Rechtsanwäle Gaidies Heggemann & Partner
www.kuendigung-abfindung-hamburg.de

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