Ratgeber Abfindung

Zu Abfindungen finden sich auch im Internet viele Ratgeber. Wenn der Chef kündigt oder eine Beendigung anbietet, ist es natürlich nachvollziehbar, dass der Arbeitnehmer eine Abfindung fordert oder zumindest eine solche Zahlung in die Diskussion bringt. Auch wenn es keinen gesetzlichen Anspruch auf Abfindungen gibt, sind solche Zahlungen üblich geworden. Warum? Weil der Arbeitnehmer den Schutz des Kündigungsschutzgesetzes genießt und bei jeder Kündigung eben auch Fehler, also Formfehler oder Fehler im Entscheidungsweg vorkommen. Außerdem ist oft ein entscheidendes Argument für eine solche Zahlung, dass sonst erhebliche Nachzahlungen auflaufen würden. Dies passiert allein dadurch, dass eine Gerichtsverfahren in der Regel sechs Monate oder länger dauern kann. Gewinnt dann der Arbeitnehmer, ist das Gehalt / der Lohn nachzuzahlen, weil der Arbeitgeber in „Annahmeverzug“ war, nämlich die Arbeitsleistung nicht angenommen hat. Der Arbeitgeber „erkauft“ sich also durch die Vereinbarung einer Abfindungszahlung Sicherheit. Klar ist aber auch: die Vereinbarung einer Abfindung setzt Verhandlungen voraus, die – je nach dem – natürlich auch sehr intensiv sein können. Häufig wird dann eben doch „schmutzige Wäsche“ gewaschen, obwohl es doch in Wahrheit nur um den Preis geht, wie man auseinanderkommt. Sie sollten solche Verhandlungen nie allein, und immer mit anwaltlicher Unterstützung führen.

Verfasser: Fachanwalt für Arbeitsrecht Wolfgang Steen, Hamburg
www.kuendigung-abfindung-hamburg.de

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